Welche Butter ist gesund? Der Unterschied zwischen Butter, Mischstreichfett und Margarine

Ich werde oft gefragt, welche Butter eigentlich die gesündeste ist. Die kurze Antwort lautet: Es kommt darauf an, welches Produkt im Alltag regelmäßig auf dem Brot landet.

Im Galileo-Beitrag mit Funda Vanroy durfte ich genau darüber sprechen: Butter, Mischstreichfett und Margarine. Den Beitrag gibt es online bei Focus.de. Besonders wichtig war mir dabei, nicht nur auf Geschmack oder Streichfähigkeit zu schauen, sondern auf die Zutaten und die Qualität der Fette.

Warum Butter nicht gleich Butter ist

Klassische Butter besteht vor allem aus tierischem Fett. Damit ein Produkt Butter heißen darf, muss es einen Fettanteil von 80 bis 90 Prozent haben.

Es gibt zum Beispiel Süßrahm- und Sauerrahmbutter:

  • Süßrahmbutter schmeckt eher mild und leicht süßlich. Sie eignet sich gut zum Backen.
  • Sauerrahmbutter enthält Milchsäurekulturen, schmeckt etwas herzhafter und passt gut zur Brotzeit.

Aus ernährungswissenschaftlicher Sicht ist bei Butter vor allem der hohe Anteil an gesättigten Fettsäuren relevant. Diese sollten wir nicht in zu großen Mengen essen, weil sie das Risiko für Herz-Kreislauf-Erkrankungen erhöhen können.

Mischstreichfett: Butter mit pflanzlichen Ölen

Mischstreichfette bestehen aus Butter und pflanzlichen Ölen, zum Beispiel Rapsöl, Olivenöl oder Leinöl. Dadurch bleiben sie auch direkt aus dem Kühlschrank streichzart.

Der größere Vorteil liegt aber im Fettsäureprofil: Pflanzliche Öle liefern ungesättigte Fettsäuren. Sie ersetzen einen Teil der gesättigten Fettsäuren aus der Butter. Deshalb kann ein gutes Mischstreichfett im Alltag die bessere Wahl sein.

Mein Tipp: Achten Sie auf eine kurze Zutatenliste. Idealerweise stehen dort Butter, Rapsöl oder Olivenöl und keine unnötigen Zusatzstoffe.

Margarine: nicht automatisch die beste Wahl

Margarine enthält häufig viele ungesättigte Fettsäuren. Trotzdem ist sie nicht automatisch die gesündeste Alternative.

Viele Margarinen sind stark verarbeitet und enthalten Zusatzstoffe. Besonders bei Produkten mit Palmöl oder sehr langen Zutatenlisten wäre ich vorsichtig.

Wenn Margarine, dann empfehle ich eine hochwertige Bio-Margarine mit möglichst natürlichen Zutaten.

Wenn Butter, dann am besten Weidebutter

Wer nicht auf Butter verzichten möchte, muss das auch nicht. Dann würde ich aber bewusst zur besseren Qualität greifen.

Weidebutter stammt von Kühen, die auf der Weide grasen. Dadurch ist der Grundrohstoff hochwertiger. Für alle, die Butter wegen des Geschmacks lieben, ist Weidebutter deshalb aus meiner Sicht die sinnvollere Wahl.

Welche Variante empfehle ich?

Für den Alltag empfehle ich meist ein gutes Mischstreichfett mit hochwertigen pflanzlichen Ölen. Es verbindet den Buttergeschmack mit einem besseren Fettsäureprofil und ist oft weniger stark verarbeitet als viele Margarinen.

Meine einfache Orientierung:

  • Für den Alltag: Mischstreichfett mit Rapsöl oder Olivenöl
  • Für bewussten Buttergenuss: Weidebutter
  • Bei Margarine: hochwertige Bio-Produkte ohne unnötige Zusätze
  • Lieber meiden: Supermarkt-Margarine mit Palmöl oder langer Zutatenliste

Fazit

Butter muss nicht komplett vom Speiseplan verschwinden. Entscheidend ist, welche Variante regelmäßig verwendet wird.

Wer eine alltagstaugliche, geschmackvolle und ernährungsphysiologisch bessere Alternative sucht, greift am besten zu einem hochwertigen Mischstreichfett mit pflanzlichen Ölen. Wer Butter pur bevorzugt, sollte auf gute Weidebutter achten.

Den vollständigen Galileo-Beitrag gibt es hier bei Focus.de:
https://www.focus.de/gesundheit/news/butter-olivenoel-rapsoel-welches-fett-harvard-forscher-empfehlen_5aca598a-4f46-48fd-854b-dc5b29284e27.html

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